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Was ist ein Implantat?

Zahnmedizinische Implantate ersetzen die fehlenden Zahnwurzeln. Wenn sie schon fest genug im Knochen verankert sind, dürfen sie mit dem geplanten Zahnersatz belastet werden. Ist das Knochenangebot nicht ausreichend, kommt der Knochenaufbau in Betracht. Es gibt also keine hoffnungslosen Fälle.

Einsatzgebiete der Implantate

Grundsätzlich gibt es drei Indikationsfelder, wo sich die Implantate als unsagbar nützlich erweisen:

  • EinzelzahnlückenFehlt nur ein einzelner Zahn, kann er auf harmlose Weise mit einem Implantat ersetzt werden, ohne eine Brücke machen und deshalb die Nachbarzähne beschädigen zu müssen.
  • mehrfache Zahnlücken und FreiendlückenFalls zu viele Zähne verloren gegangen sind, und deswegen kein festsitzender Zahnersatz machbar ist, kann man mit Implantaten nachhelfen, weitere Pfeiler schaffen und somit eine feste Brücke anfertigen. Fallsweise können auch herausnehmbare Teilprothesen mit Implantaten stabilisiert werden.
  • zahnloser KieferVollprothesen im zahnlosen Kiefer finden oft keinen ausreichenden Halt. Mit vier Implantaten (verbunden mit einem Steg oder mit anderen Konstruktionen) kann man die Stabilität der Prothese erheblich verbessern und damit ihren Gebrauchswert erhöhen.

Wie läuft die Implantation ab?

Implantate einzupflanzen ist heute ein Routine-Eingriff. Der Implantation müssen natürlich die Sanierung der Mundhöhle und eine gründliche Planung vorausgehen. Neben anderen Techniken wird meist das sog. zweiphasige Verfahren bevorzugt:

  • Während der ersten (chirurgischen) Phase wird das Implantat in den Kieferknochen eingesetzt.
  • Danach muss eine Einheilungszeit von 3-6 Monaten (abhängig von den jeweiligen Knochenverhältnissen) unbedingt abgewartet werden.
  • Im Laufe der zweiten (prothetischen) Phase wird der Aufbauteil mit dem Implantat verbunden und der Zahnersatz fertiggestellt.

Wer kann Implantate bekommen?

Die einfache Antwort lautet: fast jeder. Einige wichtige Grundvoraussetzungen müssen allerdings erfüllt werden:

  • Schwere chronische Krankheiten wie z. B. Leukämie, rheumatische Erkrankungen, andauernde Störungen des Immunsystems, Osteoporose, nicht eingestellte Diabetes schließen eine Implantation aus.
  • Auch bei regelmäßiger Einnahme von Blutverdünnern, Steroiden, Immunsuppressiva und Zytostatika ist eine Implantation nicht empfohlen.
  • Schwere Alkohol-, Nikotin- und Drogenabhängigkeit verschlechtern die Erfolgsaussichten erheblich, so ist in solchen Fällen von einer Implantation eher abzuraten.
  • Eine weitere Voraussetzung ist ein gut sanierter, möglichst entzündungsfreier Mund. Ohne eine zufriedenstellende persönliche Mundpflege, regelmäßige Kontrollen und eventuelle Nachsorge kann der dauerhafte Erfolg nicht garantiert werden.

Knochenaufbau

Ist der Knochenschwund so weit fortgeschritten, dass sich kein Implantat einpflanzen lässt, kommt der Knochenaufbau zum Einsatz. Dabei wird ein Knochenersatzmaterial auf den Knochenkamm gesetzt, welches später vom Körper wieder abgebaut und durch körpereigenen Knochen ersetzt wird. Dieses Verfahren kann entweder als eine Vorbehandlung oder gleichzeitig zur Implantation durchgeführt werden.

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